Meine Katze schlingt – psychische Aspekte

In einem Katzenhaushalt kommt es häufig vor, dass eine Katze unter chronischem „Futtermangel“ leidet. Jeder gefüllte Napf könnte der letzte gewesen sein – so glaubt sie. Was steckt hinter dem Katzenglauben der Futter-Apokalypse und was kann man dagegen tun?

Kater Loki gehört leider auch zu jenen, die an die Futter-Apokalypse glauben. Egal ob es Feuchtfutter oder Trockenfutter ist. Alles verschwindet sofort in seinem Schlund. Dementsprechend habe ich bereits mehrere Tricks und Kniffe ausprobiert, um ihm das Schlingen abzugewöhnen.

Wie viele Katzen gewähren dir Untermiete?

Seltener kommt es vor, dass Einzelkatzen Schlinger sind. Häufig dagegen in einem Mehrfamilienhaushalt. Sind gesundheitliche Gründe auszuschließen, liegt die Ursache dafür zumeist auf der Hand: Futterneid. Schuld daran muss aber nicht zwangsläufig die Katze selber sein. Wie bei vielen „Problemtieren“ liegt die Ursache für das Verhalten eher beim Besitzer.

Hat man nur eine Katze, muss die nun wirklich nicht fürchten, dass du dich über ihr Futter hermachst. Sobald aber mindestens eine Zweite dazu kommt, ist diese Fresskonkurrenz. Schon zu Beginn kommt es auf dich an, wie der neue Mitbewohner integriert wird und wie die Mahlzeiten gestaltet werden. Gibt es Stress und du ergreifst Partei, ist das Unglück bereits besiegelt. Die verscheuchte Katze ist der Buhmann und wird weiterhin als solcher behandelt. Der Versuch des Futterdiebstahls vom Fremdnapf sollte von dir aus diesem Grund besser aus der Ferne geahndet werden. Das kann etwa ein nerviges Geräusch sein oder der berühmte Zerstäuber.

Leichte Beute ohne große Anstrengung

Was hindert die Katzen daran, das Futter schnell herunterzuschlingen und sich nach mehr umzusehen? Eigentlich nichts. Der Napf steht bereit, nichts muss gejagt und zerlegt werden. Sehr praktisch. Eine bessere Möglichkeit: Lass die Katze für ihr Futter arbeiten. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Der Handel bietet einige Denkspiele an, bei der die Katze austüfteln muss, wie sie nun am besten an das Futter kommt. Alternativ kann man sich auch selber ein individuelles Spiel (z. B. Hütchenspiel) ausdenken oder basteln.

Meine Miezen nutzen ein *Denkspiel und ein umfunktioniertes *Beutespiel.

Zum mangelnden Denken kommt noch die Langeweile. Genau wie bei Menschen kann eine Katze Frustfresser sein. Gibt es den ganzen Tag nichts zu tun, tritt Frust ein. Das einzige Highlight des Tages sind die Mahlzeiten? Dann werden diese auch als solche zelebriert. Gerade bei Wohnungskatzen ist Beschäftigung wichtig. Ob das nun im Spiel mit dem geliebten Mensch ist oder man abwechslungsreiche „Spielarenen“ aufbaut, ist egal. Hauptsache die Neugier wird geweckt.

Das Wasserschlingen

Von manchen Katzen wird nicht nur das Futter, sondern auch das Wasser geschlungen. Das äußerst sich durch hektisches Saufen, wodurch die Katze sich verschluckt oder würgt und einen Blähbauch bekommt. Sind auch hier die physischen Gründe (z. B. Fieber) ausgeschlossen, ist das mutmaßlich der Gier zuzuschreiben – schnell fertig werden. Das die Gesundheit auch hier leidet, ist klar. Ich wende dabei einen einfachen Ablenkungstrick an: mal kurz mit den Fingern schnipsen. Das funktioniert bei Loki sehr gut. Er schaut kurz auf und trinkt dann weiter. Noch simpler, aber wahr: beruhigend reden.

Bei allem gilt: probieren geht über studieren!

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