Katze in Not – Was kostet der Rettungseinsatz?

Artikel Update 17.10.2016

 

Viele Katzenbesitzer sind bereits einmal durch die Hölle gegangen, wenn ihr Liebling sich selbst festgesetzt hat und nicht mehr weg kommt, angefahren wurde oder abends auf einmal Krankheitssymptome aufweist. Wenn dem Besitzer der Katze selber nicht möglich ist zu helfen, gibt es verschiedene Rettungsdienste, die man zu Hilfe rufen kann. Aber was kosten diese Einsätze?

 

Rettungseinsatz durch die Feuerwehr

Die Feuerwehr unterscheidet bei ihren Einsätzen zwei Aufgaben: Pflichtaufgaben und freiwillig übernommene Aufgaben. Pflichtaufgaben müssen von der Feuerwehr durchgeführt werden, da der Gesetzgeber dies vorschreibt. Freiwillig übernommene Aufgaben, sind Ermessensfragen und können, in diesem Fall den Katzenbesitzer, teuer zu stehen kommen.

Ob und wie viel der Rettungseinsatz kostet, ist bundeslandabhängig. Einige Bundesländer regeln die Tierrettung über den Steuerzahler, mit den Kommunaletats. Außerdem müssen in einigen Bundesländern weitere Voraussetzungen gegeben sein, damit die Tierrettung eine Pflichtaufgabe ist.

Bundesländer, in denen die Rettung von Tieren den Besitzer nichts kosten, sind:

  • Bayern
  • Nordrhein-Westfalen
  • Sachsen (mit Einschränkung, das Tier muss verletzt sein)

Die Tierrettung ist in fast allen Bundesländern Pflicht, mit Ausnahme von: Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Thüringen. Die Kosten richten sich hierbei nach Aufwand und Fahrzeugen. Je nach Bundesland, kann der Einsatz eines Fahrzeuges, für z. B. die Rettung der Katze auf dem Baum, ca. zwischen 100,00 € – 300,00 €/Stunde kosten.

Am besten ist es jedoch, sich vorab bei seiner zuständigen Feuerwehrstelle zu erkundigen. Sicher ist sicher.

 

Rettungseinsatz durch den Tiernotdienst

Edit: Die bundesweite Notfallnummer des UNA Union für das Leben e. V.: 0700 952 952 95 vermittelt verfügbare Rettungskräfte in der Nähe. Die Tierrettungsleitstelle koordiniert die notwendige Hilfe. Dafür verfügt sie über Kontakte sowohl für Tierkrankentransporte als auch Tiernotärzte.

Ein großer Vorteil. Denn Tierrettung ist nicht gleich Tierrettung. Wer schon einmal in so einer Situation war, weiß das. Eine Nummer für Wildtiere, eine Nummer, nur für angefahrene Tiere, eine Nummer, die keine Hausbesuche macht und so weiter. Am besten findet man im Internet Hilfe mit den Schlagworten: mobiler Tiernotdienst + (Name der Stadt).

Notrufdienste kosten um einiges mehr, als der reguläre Tierarztbesuch. Anfahrtskosten und Aufwand werden mitberechnet. Die BTK (Bundestierärztekammer e.V.) hat ein Merkblatt mit einer Übersicht für die regulären Kosten, die Tierärzte berechnen können, veröffentlicht. Diese sind von ein- bis dreifach gegliedert. Wobei dem Tierarzt selbst obliegt, was er im Endeffekt berechnet. Jedoch darf er niemals mehr oder weniger berechnen. Das Merkblatt findest du hier.

Anmerkung: Seit Anfang 2014 hat der Tierschutz Noris e.V. eine landesweit einheitliche Tierschutz-Notfallnummer  übernommen, die an entsprechende Stellen respektive Bündnispartner weiterleitet: 0700 58 58 58 10. Diese Nummer dient vorrangig der Meldung von tierschutzwidrigem Verhalten.

 

Fazit

Auch wenn es nicht einfach erscheint Hilfe zu erhalten und es im schlimmsten Fall noch einiges kostet, liegt Tierschutz und Tierrettung in Deutschland weltweit sehr weit vorne.

Das wir bereit sind für unsere Lieblinge alles zu geben, wird gerne ausgenutzt. Also solltest du auch bei Hilferufen aufpassen, dass du nicht über das Ohr gehauen wirst. Bestenfalls informierst du dich vorab bei deinem lokalen Tierheim oder Tierschutzverein nach passenden Telefonnummern, die du dann im Fall des Falles parat hast.

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